Endlich ist es warm genug für Sandalen und offene Schuhe, doch dann der Blick nach unten: raue Fersen, spröde Haut, vielleicht sogar kleine Risse. Trockene Füße im Sommer sind ein Phänomen, das viele Menschen überrascht, schließlich denkt man bei trockener Haut eher an die kalte Jahreszeit. Dabei bringt gerade der Sommer eigene Herausforderungen für die Fußhaut mit sich, die sich mit ein wenig Hintergrundwissen gut einordnen lassen.
Was steckt dahinter? Die Ursachen im Überblick
Die Haut an den Füßen, besonders an den Fersen, hat von Natur aus weniger Talgdrüsen als andere Körperstellen und ist dadurch generell anfälliger für Trockenheit. Im Sommer kommen mehrere Faktoren hinzu: Offene Schuhe und häufiges Barfußlaufen setzen die Füße direkt Wärme, Reibung und Untergrund aus, während Klimaanlagen und viel Zeit am Meer oder im Schwimmbad der Haut zusätzlich Feuchtigkeit entziehen. Auch Chlor- und Salzwasser können die schützende Hautbarriere angreifen. Kommt eine verstärkte Hornhautbildung durch mechanische Belastung hinzu, wird die Haut spröder und neigt eher zu Rissen.
Die Haut und ihr Feuchtigkeitshaushalt
Eine gesunde Hautbarriere besteht unter anderem aus Fetten und natürlichen Feuchthaltefaktoren, die Wasser in der Hornschicht binden. Gehen diese verloren, etwa durch häufiges Wasser- oder Chlorkontakt –, verliert die Haut an Elastizität. Bestimmte Pflegeprodukte mit Inhaltsstoffen wie Urea (Harnstoff), Glycerin oder pflanzlichen Ölen werden traditionell eingesetzt, um der Haut Feuchtigkeit zuzuführen und ein geschmeidiges Hautgefühl zu unterstützen.
Praktische Tipps für den Alltag
Eine regelmäßige Pflege macht im Sommer den größten Unterschied: Nach dem Duschen oder Baden lohnt es sich, die Füße gründlich abzutrocknen, gerade zwischen den Zehen und anschließend eine reichhaltige Fußcreme aufzutragen, idealerweise abends, damit sie über Nacht einziehen kann. Ein sanftes Peeling oder ein Bimsstein, ein- bis zweimal pro Woche angewendet, kann helfen, überschüssige Hornhaut abzutragen, ohne die Haut zu sehr zu strapazieren. Ausreichend Trinken unterstützt zudem den allgemeinen Feuchtigkeitshaushalt des Körpers. Wer viel im Wasser unterwegs ist, kann die Füße danach mit klarem Wasser abspülen, um Chlor- oder Salzrückstände zu entfernen. Auch die Wahl des Schuhwerks spielt eine Rolle: Atmungsaktive Materialien und ein guter Sitz vermeiden unnötige Reibung. Bei tiefen Rissen, Schmerzen oder Anzeichen einer Entzündung ist der Besuch bei einer podologischen Fachkraft oder in der Hautarztpraxis sinnvoll, um die Ursache fachlich abklären zu lassen.
Fazit
Trockene Füße im Sommer sind meist eine Folge von Sonne, Wasser und mechanischer Belastung, mit der richtigen Pflegeroutine lässt sich diesem Alltagsproblem jedoch gut begegnen. Feuchtigkeitsspendende Cremes, regelmäßige Reinigung und ein wenig Aufmerksamkeit für die eigenen Füße können einen spürbaren Unterschied für ein angenehmes Hautgefühl machen.
