Kaum ist die Mahlzeit beendet, macht sich ein unangenehmes Brennen hinter dem Brustbein bemerkbar. Oder du liegst abends im Bett und spürst, wie sich ein saures Gefühl im Hals ausbreitet. Sodbrennen gehört zu den häufigsten Verdauungsbeschwerden. Schätzungen zufolge erlebt ein erheblicher Teil der Menschen in Deutschland Sodbrennen gelegentlich, manche sogar regelmäßig.
Es ist zwar kein Thema, über das man beim Mittagessen spricht, aber eines, das die Lebensqualität spürbar beeinflussen kann.
Was passiert bei Sodbrennen im Körper?
Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt, ein Vorgang, der auch als Reflux bezeichnet wird. Die Speiseröhre verfügt, anders als der Magen, über keine schützende Schleimhaut. Gelangt die Magensäure dorthin, entsteht das typische brennende Gefühl hinter dem Brustbein.
Verantwortlich dafür ist häufig ein erschlaffter unterer Speiseröhrenschließmuskel. Dieser Muskel funktioniert normalerweise wie ein Ventil zwischen Magen und Speiseröhre. Schließt er nicht mehr vollständig, kann Magensäure leichter zurückfließen und Sodbrennen auslösen.
Verschiedene Faktoren können dazu beitragen, dass dieses „Ventil“ weniger gut schließt: üppige, fettreiche Mahlzeiten, Kaffee, Alkohol, Nikotin, Stress oder langes Liegen direkt nach dem Essen gehören zu den häufig genannten Auslösern von Sodbrennen.
Ernährung und Sodbrennen: Welche Rolle spielen Lebensmittel?
Bestimmte Lebensmittel können die Magensäureproduktion anregen oder den Schließmuskel beeinflussen. Dazu zählen scharfe Gewürze, Tomatenprodukte, Zitrusfrüchte, Schokolade und kohlensäurehaltige Getränke. Bei empfindlichen Menschen können diese Lebensmittel Sodbrennen nach dem Essen begünstigen.
Umgekehrt gibt es Lebensmittel, die traditionell bei einem empfindlichen Magen geschätzt werden. Haferflocken etwa enthalten Beta-Glucan, einen löslichen Ballaststoff, der zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen kann und der gleichzeitig für eine weiche, magenschonende Konsistenz sorgt.
Auch Ingwer wird traditionell bei Völlegefühl eingesetzt und ist ein klassischer Bestandteil vieler Kräuterrezepturen für den Verdauungstrakt.
Was im Alltag bei Sodbrennen helfen kann
Kleine Veränderungen im Alltag können einen Unterschied machen. Wer zu Sodbrennen neigt, profitiert oft davon, Mahlzeiten auf mehrere kleinere Portionen aufzuteilen statt zweimal am Tag sehr viel zu essen.
Langsames Kauen und bewusstes Essen, ohne Ablenkung durch Bildschirme, unterstützt die Verdauung zusätzlich. Wer abends zu Sodbrennen neigt, kann ausprobieren, den Kopf beim Schlafen leicht erhöht zu lagern und mindestens zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu essen.
Auf der Nährstoffseite trägt Zink laut zugelassenem EFSA-Claim zur Aufrechterhaltung normaler Schleimhäute bei, ein interessanter Aspekt, wenn es um die Gesundheit des Verdauungstrakts geht. Zink findet sich unter anderem in Hülsenfrüchten, Kürbiskernen und Vollkornprodukten.
Beschwerden wie Sodbrennen werden häufig im Zusammenhang mit Ernährung, Verdauung und Darmgesundheit betrachtet.
Fazit: Sodbrennen verstehen und bewusst gegensteuern
Sodbrennen ist ein Signal des Körpers, das es lohnt, ernst zu nehmen. Häufig lassen sich mit achtsamen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten bereits Veränderungen erreichen.
Bei häufigen oder starken Beschwerden ist es jedoch sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen, denn wenn Sodbrennen regelmäßig auftritt, sollte die Ursache genauer abgeklärt werden.
