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Nagelpilz: Was steckt dahinter und wie kannst du deinen Körper von innen stärken?

Nagelpilz: Was steckt dahinter und wie kannst du deinen Körper von innen stärken?

Du schaust auf deine Zehennägel und bemerkst: Sie sind verdickt, verfärbt, vielleicht leicht brüchig. Das Thema Nagelpilz ist vielen unangenehm, dabei ist es alles andere als selten. In Deutschland ist schätzungsweise jeder zehnte Erwachsene betroffen, bei Menschen über 60 sogar jeder Dritte. Es ist also kein Randphänomen, sondern ein ganz alltägliches Gesundheitsthema, über das es sich lohnt, offen zu sprechen.

 

Was ist Nagelpilz?
Nagelpilz (medizinisch: Onychomykose) ist eine Pilzinfektion, die Zehen- oder Fingernägel befällt. Typische Anzeichen: verdickte, verfärbte oder brüchige Nägel. Nagelpilz zählt zu den häufigsten Nagelerkrankungen, in Deutschland ist schätzungsweise jeder zehnte Erwachsene betroffen, bei Menschen über 60 sogar jeder Dritte.

 

Wie entsteht Nagelpilz?
Nagelpilz wird meist durch sogenannte Dermatophyten verursacht, Fadenpilze, die Keratin abbauen, den Hauptbaustein von Nägeln, Haaren und der Hornhaut. Feuchte Umgebungen wie Schwimmbäder, Umkleidekabinen oder enge Schuhe begünstigen das Wachstum dieser Pilze. Auch ein geschwächtes Immunsystem oder schlechte Durchblutung, etwa bei Diabetes, kann eine Rolle spielen.

 

Die Rolle von Nährstoffen für gesunde Nägel
Nägel brauchen eine solide Nährstoffversorgung, um widerstandsfähig zu bleiben. Biotin (Vitamin B7) trägt zur Erhaltung normaler Haare und Nägel bei. Zink ist ein weiterer relevanter Mineralstoff: Er trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei und unterstützt die Erhaltung normaler Nägel. Siliciumdioxid aus pflanzlichen Quellen wie dem Ackerschachtelhalm wird in der Naturheilkunde traditionell zur Unterstützung von Haut, Haaren und Nägeln verwendet, auch wenn die wissenschaftliche Datenlage hier noch nicht abschließend ist.

 

Was du im Alltag gegen Nagelpilz tun kannst
Neben einer ärztlichen Abklärung, denn eine zuverlässige Diagnose ist immer der erste Schritt, gibt es einiges, was du selbst in die Hand nehmen kannst. Trockene Füße nach dem Baden oder Sport sind wichtig, da Feuchtigkeit das Nagelpilz-Wachstum begünstigt. Atmungsaktive Schuhe und das regelmäßige Wechseln von Socken helfen ebenfalls. Wer auf eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung achtet, tut seinem Körper generell Gutes, auch für die Nagelgesundheit. Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte und grünes Gemüse liefern Biotin und Zink in nennenswerten Mengen.

 

Häufige Fragen zu Nagelpilz

Ist Nagelpilz ansteckend? Ja, Nagelpilz kann durch direkten Kontakt oder über kontaminierte Oberflächen (z. B. in Schwimmbädern oder Umkleidekabinen) übertragen werden.

Wie lange dauert die Behandlung von Nagelpilz? Je nach Schweregrad und Therapie kann die Behandlung mehrere Monate in Anspruch nehmen, da Nägel langsam nachwachsen. Geduld und Konsequenz sind entscheidend.

Kann Nagelpilz von allein verschwinden? In den seltensten Fällen, in der Regel breitet er sich ohne Behandlung eher aus. Eine ärztliche Einschätzung ist deshalb wichtig.

 

Fazit: Informiert bleiben, ganzheitlich denken
Nagelpilz ist ein Thema, das viele kennen, aber wenige ansprechen. Das Wichtigste: Lass dir nichts diagnostizieren von Artikeln im Internet, eine ärztliche Einschätzung ist unersetzlich. Gleichzeitig lohnt es sich, den eigenen Körper von innen zu unterstützen: durch eine gute Nährstoffversorgung, bewusste Hygienegewohnheiten und einen aufmerksamen Blick auf die eigene Gesundheit. Dein Körper zeigt dir oft, was er braucht, hör hin.