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Haarausfall bei Frauen: Wenn die Haarbürste mehr verrät als erwartet

Haarausfall bei Frauen: Wenn die Haarbürste mehr verrät als erwartet

Mehr Haare auf dem Kopfkissen, eine Bürste, die sich nach dem Kämmen ungewohnt voll anfühlt, oder ein Scheitel, der breiter wirkt als sonst, Haarausfall bei Frauen ist ein Thema, das viele betrifft und das oft still mit sich getragen wird. Dabei ist es kein Randphänomen: Schätzungen zufolge bemerkt jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens eine spürbare Veränderung ihrer Haardichte. Der erste Schritt ist Verstehen, denn weiblicher Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall.

 

Ursachen von Haarausfall bei Frauen

Täglich verliert der Mensch zwischen 50 und 100 Haare, das ist physiologisch normal, denn Haare durchlaufen einen natürlichen Wachstumszyklus aus Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase. Wenn deutlich mehr Haare ausfallen oder die Neubildung stockt, kann das verschiedene Ursachen haben: hormonelle Veränderungen etwa bei Haarausfall nach der Schwangerschaft oder Haarausfall in den Wechseljahren, anhaltender Stress, Nährstoffmängel oder genetische Veranlagung spielen häufig eine Rolle. Auch kreisrunder Haarausfall bei Frauen, medizinisch Alopecia areata, kann auftreten, wird aber anders behandelt als der häufigere diffuse Typ.

Besonders der sogenannte diffuse Haarausfall bei Frauen, gleichmäßig über den gesamten Kopf verteilt, wird häufig mit einem Mangel an bestimmten Mikronährstoffen in Verbindung gebracht. Haarausfall bei Frauen ab 40 ist dabei ein eigenes Thema: Mit dem Rückgang der Östrogenspiegel verändert sich der Haarwachstumszyklus spürbar.

 

Nährstoffe, die bei Haarausfall bei Frauen relevant sind

  • Biotin (Vitamin B7): Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. Biotin kommt in Eiern, Nüssen und Hülsenfrüchten vor und ist einer der bekanntesten Nährstoffe im Kontext des Haarverlusts bei Frauen.
  • Zink: Zink trägt ebenfalls zur Erhaltung normaler Haare bei. Ein Zinkmangel, der bei Frauen durch einseitige Ernährung oder erhöhten Bedarf entstehen kann, wird in der Literatur mit vermehrtem Haarausfall in Verbindung gebracht.
  • Eisen: Eisenmangel gilt als eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall bei Frauen, besonders in gebärfähigem Alter. Eisen trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen und zur normalen Sauerstoffversorgung der Zellen bei, die indirekt die Versorgung der Haarfollikel betreffen.
  • Selen: Selen trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. Selen ist ein Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann und das über die Nahrung aufgenommen werden muss.
  • Vitamin D:  Die Forschung zeigt Zusammenhänge zwischen Vitamin-D-Mangel und Haarverlust bei Frauen. Vitamin D trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei und ein gut funktionierendes Immunsystem ist auch für die Haarfollikel relevant.

 

Was du bei Haarausfall als Frau im Alltag tun kannst

Eine nährstoffreiche, abwechslungsreiche Ernährung ist die Basis. Grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und hochwertiges Protein liefern viele der genannten Mikronährstoffe gegen Haarausfall. Wer den Verdacht hat, dass ein Mangel vorliegt, sollte das durch eine Blutuntersuchung abklären lassen, denn gezielt ergänzen ist immer besser als blind supplementieren.

Auch Stressmanagement verdient Aufmerksamkeit: Anhaltender psychischer Stress kann den Haarwachstumszyklus beeinflussen und ist eine der unterschätzten Ursachen für Haarausfall bei Frauen. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und Entspannungsroutinen sind keine Nebensache.

 

Häufige Fragen zu Haarausfall bei Frauen

Wann ist Haarausfall bei Frauen normal und wann nicht?

Bis zu 100 Haare pro Tag zu verlieren gilt als physiologisch normal. Wenn der Haarverlust über mehrere Wochen deutlich darüber liegt, sich der Scheitel sichtbar verbreitert oder kahle Stellen entstehen, ist das ein Signal, ärztlichen Rat zu suchen. Besonders nach Schwangerschaft oder in den Wechseljahren kann Haarausfall bei Frauen vorübergehend zunehmen, das ist häufig, aber nicht immer harmlos.

Welcher Arzt hilft bei Haarausfall bei Frauen?

Erste Anlaufstelle ist oft die Hausarztpraxis, die grundlegende Blutwerte überprüfen kann. Für eine tiefergehende Abklärung ist eine Dermatologin oder ein Dermatologe die richtige Adresse, sie können Haarausfall-Typen unterscheiden und gezielt behandeln. Bei hormonsensitivem Haarausfall kann auch eine gynäkologische Abklärung sinnvoll sein.

Haarausfall bei Frauen ab 40: Was steckt dahinter?

Mit dem Rückgang der Östrogenspiegel, oft schleichend ab Mitte 40, verändert sich der Haarwachstumszyklus. Die Wachstumsphase wird kürzer, die Haare feiner und weniger dicht. Dieser hormonell bedingte Haarausfall bei Frauen ist häufig und gut behandelbar, vorausgesetzt, er wird frühzeitig erkannt und nicht anderen Ursachen zugeschrieben.

 

Für gesundes Haar spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, darunter auch die Versorgung mit ausgewählten Vitaminen und Mineralstoffen. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag zu Haut, Haaren und Nägeln.

 

Fazit: Hinschauen, verstehen, handeln

Haarausfall bei Frauen hat viele Gesichter und ebenso viele mögliche Hintergründe. Wer die eigene Nährstoffversorgung kennt, achtsam mit dem Körper umgeht und bei anhaltenden Veränderungen ärztlichen Rat sucht, ist gut aufgestellt. Ein Arzt oder eine Dermatologin kann helfen, die Ursache zu identifizieren und individuell passende Schritte zu besprechen.