Ein Gefühl von Sand im Auge, brennende oder gerötete Augen nach einem langen Tag am Bildschirm, trockene Augen gehören für viele Menschen mittlerweile zum Alltag dazu. Besonders wer beruflich viel Zeit vor Laptop oder Handy verbringt, kennt dieses unangenehme Gefühl gegen Abend nur zu gut. Dabei steckt hinter trockenen Augen oft ein ganz nachvollziehbares Zusammenspiel aus Umgebung, Gewohnheiten und Ernährung.
Was hinter trockenen Augen stecken kann
Unsere Augen sind auf einen gleichmäßigen Tränenfilm angewiesen, der die Augenoberfläche befeuchtet, schützt und für ein klares Sehen sorgt. Wird dieser Tränenfilm gestört, etwa weil zu wenig geblinzelt wird, die Raumluft sehr trocken ist oder Klimaanlagen und Heizungsluft die Augen zusätzlich beanspruchen, macht sich das schnell als Trockenheitsgefühl bemerkbar. Auch längeres Arbeiten am Bildschirm spielt eine Rolle, da die Blinzelfrequenz dabei nachweislich sinkt. Neben diesen äußeren Faktoren ist auch die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen relevant, die für die normale Sehkraft von Bedeutung sind.
Nährstoffe für die Augen im Detail
Vitamin A sowie Riboflavin, auch bekannt als Vitamin B2, tragen zur Erhaltung einer normalen Sehkraft bei. Auch die Omega-3-Fettsäure DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Sehkraft bei; der positive Effekt stellt sich laut den festgelegten Verwendungsbedingungen bei einer täglichen Aufnahme von 250 Milligramm DHA ein. Vitamin A findet sich unter anderem in Karotten, Süßkartoffeln und grünem Blattgemüse, Riboflavin in Milchprodukten, Eiern und Vollkornprodukten, und DHA vor allem in fettreichem Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering.
Was du im Alltag für deine Augen tun kannst
Eine einfache, aber wirkungsvolle Gewohnheit ist die sogenannte 20-20-20-Regel: Alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas blicken, das mindestens 20 Fuß, also rund sechs Meter entfernt ist, das entlastet die Augenmuskulatur und regt bewusstes Blinzeln an. Auch ausreichend Luftfeuchtigkeit im Raum, regelmäßiges Lüften und ausreichendes Trinken über den Tag verteilt werden von vielen als angenehm für die Augen empfunden. Bei der Ernährung lohnt sich ein Blick auf regelmäßigen Fischkonsum sowie farbenfrohes Gemüse für die Vitamin-A-Zufuhr. Wichtig: Halten die Beschwerden über längere Zeit an, verschlimmern sich oder kommen Schmerzen und Sehstörungen hinzu, ist der Gang zur Augenärztin oder zum Augenarzt sinnvoll, dahinter können auch andere Ursachen stecken, die eine gezielte Untersuchung erfordern.
Fazit: Kleine Gewohnheiten für entspanntere Augen
Trockene Augen sind meist das Ergebnis mehrerer Alltagsfaktoren, von Bildschirmzeit über Raumklima bis zur Ernährung. Eine bewusste Pausenkultur am Bildschirm, ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffe wie Vitamin A, Riboflavin und DHA können deine Augen im Alltag unterstützen. Bei anhaltenden Beschwerden lohnt sich immer der Blick in die augenärztliche Praxis.
