Dieses Kratzen im Hals, das sich morgens ankündigt und bis zum Abend zu einem richtigen Brennen beim Schlucken wird, Halsschmerzen gehören zu den Beschwerden, die fast jeder kennt und die trotzdem jedes Mal aufs Neue nerven. Besonders in der kälteren Jahreszeit, wenn trockene Heizungsluft und häufigerer Kontakt mit Erkältungsviren zusammenkommen, ist ein wunder Hals keine Seltenheit.
Was hinter Halsschmerzen stecken kann
Halsschmerzen entstehen meist durch eine Reizung oder Entzündung der Rachenschleimhaut, häufig ausgelöst durch virale Infekte im Rahmen einer Erkältung. Auch trockene Raumluft, Rauchen, starke Beanspruchung der Stimme oder allergische Reaktionen können die empfindliche Schleimhaut zusätzlich belasten. Da die Schleimhäute im Hals- und Rachenraum eine wichtige Barrierefunktion gegenüber Krankheitserregern übernehmen, spielt auch ein gut funktionierendes Immunsystem eine Rolle dabei, wie der Körper mit solchen Reizungen umgeht.
Nährstoffe mit Bedeutung fürs Immunsystem
Vitamin C, Vitamin D und Zink tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin C trägt zusätzlich zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei sowie zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress. Zink spielt außerdem eine Rolle für die Erhaltung normaler Schleimhäute. Vitamin C findet sich reichlich in Paprika, Zitrusfrüchten, Beeren und Kohlsorten, Zink unter anderem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen, während Vitamin D vor allem über Sonnenlicht und in geringerem Maß über fettreichen Fisch aufgenommen wird.
Kleine Routinen, die vielen guttun
Bei einem wunden Hals werden warme, nicht zu heiße Getränke wie Kräutertee traditionell als angenehm empfunden, ebenso wie das Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser, das viele Menschen aus der Hausmittel-Tradition kennen. Auch Honig wird traditionell in warmen Getränken verwendet, wobei hierfür keine wissenschaftlich geprüfte, zugelassene Wirkaussage vorliegt. Ausreichend zu trinken hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten, während ein Luftbefeuchter oder regelmäßiges Lüften trockener Heizungsluft entgegenwirken kann. Stimmschonung, also das bewusste Reduzieren von lautem Sprechen, wird ebenfalls häufig als unterstützend beschrieben. Wichtig: Bei starken Schluckbeschwerden, hohem Fieber, einseitig sehr starken Schmerzen, Atembeschwerden oder wenn die Beschwerden länger als etwa eine Woche anhalten, solltest du ärztlichen Rat einholen, um andere Ursachen auszuschließen.
Fazit: Dem Hals Zeit und Aufmerksamkeit schenken
Halsschmerzen sind meist harmlos und klingen von selbst wieder ab, lassen sich im Alltag aber gut durch warme Getränke, ausreichend Flüssigkeit und eine bewusste Nährstoffversorgung begleiten. Wer auf sein Immunsystem achtet und bei anhaltenden oder starken Beschwerden ärztlichen Rat sucht, geht gut vorbereitet durch die Erkältungszeit.
